"Alles kommt vom Bergwerk her" - kein anderer Satz charakterisiert die Geschichte der reizvoll im Gottleubatal gelegenen Kleinstadt Berggießhübel treffender. Das Stadtwappen zeigt bis heute einen mit Schlägel und Eisen arbeitenden Knappen. Erste Bergbaunachrichten erwähnten 1457 den "Gießhobel" als ein Gebiet, in dem die Bergleute der Erde ihre Schätze entrissen. Das Magnetit aus dem "eysing berg" war so hochwertig, dass die daraus gefertigten Produkte bereits im 16. Jahrhundert unter der Bezeichnung "Pirnsch Eisen" Bekanntheit erlangten.

Blick über Berggießhübel

Über Jahrunderte prägten Knappen und Hüttenleute die Geschichte des Ortes, der alle Höhen und Tiefen des Bergbaus durchlief. Auf eine erste Blütezeit Ende des 16. Jahrhunderts folgte der Niedergang im Dreißigjährigen Krieg und eine lange Stagnation, ehe der Abbau Ende des 19. Jahrhunders nochmals einen Aufschwung erlebte. In dieser Zeit wurde auch das Erz gefördert, aus dem man das "Blaue Wunder", die bekannte Dresdner Elbbrücke, fertigte. Nach mehreren vergeblichen Erkundungen fuhren die Bergleute am 31. Mai 1942 zur letzten Schicht.

Mit dem Besucherbergwerk Marie-Louise-Stolln lädt ein 1726 aufgefahrener Stollen zu einer Entdeckungstour in die untertägige Arbeitswelt der Bergleute ein. Auch im Kurwesen lebte der Bergbau bis heute weiter, denn es waren Berg- und Hüttenleute die 1717 und 1722 erste Heilwässer entdeckten. Gefördert von Kurfürst August dem Starken entwickelte sich das Badewesen sprunghaft. Das Johann-Georgen-Bad. Das "Sächsische Haus" und der Kurpark Friedrichsgarten, der heutige "Fritzepark", bildeten den Kern der damaligen Badeanlagen, die Mitte des 18. Jahrhunderts bereits jährlich 300 Kurgäste nutzten. Zu ihnen zählten auch der Fabeldichter C. F. Gellert und der Satirikter G. W. Rabener. An sie erinnert der am Schloss Giesenstein beginnende Poetenweg im Gottleubatal.

Ihre schwerste Stunde erlebte die Berg- und Badestadt in der Nacht vom 8. zum 9. Juli 1927. Damals versank das alte Berggießhübel nach einem Wolkenbruch in den Fluten einer meterhohen Hochwasserwelle, die 88 Menschen in den Tod riss. Nur die alten Bergmannshäuser auf dem Kirchberg blieben verschont. Zahlreiche Hochwassermarken sowie das Hochwasserdenkmal von 1937 erinnern bis heute an die Schreckensnacht.

Nach dem Schicksalsschlag erfolgte der großzügige Wiederaufbau des Stadtzentrums entlang der Hauptstraße. Neue hochwassersichere Wohnungen wurden am östlichen Ortsende errichtet. Auch die Kuranlagen entstanden neu und 1934 wurde Berggießhübel das erste offizelle Kneippkurbad Sachsens. 1978 erfolgte die Ernennung zum staatlich anerkannten Kneippkurort. Bis 1990 entwickelte sich die Stadt zum bedeutensten Kneippbad der DDR. Heute führt die moderne, 1993 eröffnete MEDIAN-Klinik die fast 300 Jahre alte Tradition des Kur- und Badewesens fort.

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Die ebenfalls zerstörte Postdistanzsäule (1772) entstand gleichfalls neu. Sie enthält Entfernungsangaben bis Hamburg, Prag und Wien und erinnert an die Lage Berggießhübels an der wichtigen nach Böhmen führenden Prager Landstaße, der heute neuen Dresden-Teplitzer Poststraße. Gegenüber der Postdistanzsäule befindet sich Schloss Friedrichsthal, über Jahrhunderte Sitz der Berggießhübler Grundherren. Zu ihnen zählten Generalleutnant August Friedrich Wilhelm von Leyßer, dessen Gruft sich auf dem Friedhof befindet, Alexander Graf von Rex und der Geheime Kommerzienrat und Küchenmöbelfabrikant Eschebach. Letzterer ließ 1900 den Bismarckturm auf dem 439 Meter hohen Dürren Berg errichten. Von hier bietet sich bis heute ein fantastischer Blick über die alte Berg- und Badestadt Berggießhübel, auf den Elbtalkessel, das Elbsandstein- und das Osterzgebirge.

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Unser alljährliches Hauptstraßenfest im Juli

Rückblick 2014

Seit 1999 findet das jährliche Hauptstraßenfest in Berggießhübel statt. Highlight ist immer das Wildwasserrennen auf der Gottleuba. Für die kulinarische Versorgung, eine Tombola und jede Menge Überraschungen sorgen die Gewerbetreibenden der Hauptstraße. Ein fester Bestandteil des Festes ist der Sommernachtsball, Feuerwerk bzw. Feuershow, Modenschau, Skattunier & Shopping-Meile.

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     Vorbereitungen

   - große Bühne

    über die Gottleuba-

 

 

 

 

 

 

Frühschoppenbkaffeegartenwebu

beim "Weltenbummler"

 

 

 

 

 

 

 

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die Gottleuba wird anläßlich des großen Wildwasser-Rennens geflutet

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viele Gäste wollen das Spektakel erleben     

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Neptun höchstpersönlich verlangt

Wasserzins....

 

  ...auch von Gästen,

     die sich verstecken  wollen    

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 Achtung, jetzt geht's los, die ersten Boote sind im Rennen

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  Showmaster Christian moderiert      die einzelnen Boote

 

 

 

 

 

        hrestertrinken

Abschluss - Impressionen

Restertrinken am Bierwagen                                                                      

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