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Reisebericht von Claudia Thiele

Usbekistan? Wo liegt das? Wie kommt man auf so ein Land? So oder ähnlich waren die Fragen unserer Freunde, als wir das Reiseziel Usbekistan nannten. Es war genauer gesagt mein Reise-Wunsch-Ziel.

 

So fing alles an......

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Ein Kinderbuch hatte mein Interesse für Usbekistan geweckt (vor ca. 30 Jahren).Seit dem ging mir das Land, mit den schönen märchenhaft klingenden Städten Samarkand & Buchara, nicht mehr aus dem Kopf. Und....jetzt beginnt die große Reise!

 

 

 

Landkarte

flugzeugzkizze+++ Flug von Berlin Tegel nach Prag +++

+++ von Prag nach Taschkent+++

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Flughafen Prag "Wann geht es endlich weiter?!..."

 

Usbekistan -Geschichte und Gegenwart-

In Usbekistan sind Zeugen der Vergangenheit noch heute lebendig. Sehr gut erhaltene Bauwerke erzählen aus einer Zeit, als diese Gegend nicht nur bedeutendes Handelszentrum, sondern auch Mittelpunkt von Lehre und Kultur war: Samarkand, Buchara, Chiwa und Taschkent gelten als Inbegriff von orientalischer Schönheit und Mystik.Die antiken Städte Usbekistans lagen auf der alten Seidenstraße, der Handelsstraße zwischen China und dem Abendland. Der Name stammt von der zu Römischer Zeit in Europa am meisten begehrten Handelsware: Seide. Einige der einflussreichsten und unbarmherzigsten Eroberer kamen und regierten die Gegend. Alexander der Große gründete mindestens 8 Städte in Zentralasien zwischen 334 und 323 v. Chr., noch bevor China seine Grenzen um 138 v. Chr. für den Handel öffnete und die ersten Karawanen auf der Seidenstraße zogen. Zwischen 484 und 1150 n. Chr. kamen die Hunnen und Turkvölker von Westen und brachten die neue Religion des Islam. Viele Moscheen und Medresen in Usbekischen Städten wie Samarkand, Buchara und Chiwa stammen aus dieser Zeit, sowie noch bestehende Zeugen der Samaniden. Die meisten dieser Städte wurden während der Invasion von Dschingis Khan im Jahre 1220 zerstört. Sein Nachfahre Timur, auch unter dem Namen Tamerlan bekannt, restaurierte einst berühmte Städte mit Hilfe von Sklaven und Künstlern, die er auf seinen zahlreichen Eroberungsfeldzügen gefangen nahm. Timur unterwarf Persien, eroberte Bagdad und führte Expeditionen bis nach Anatolien und Indien. Der Großteil der Architektur in Samarkand wurde von Timur und seinem Enkel Ulugbek gebaut.

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unser 1. usbekisches Mittagessen: Schaschlik Fladenbrot, grüner Tee,

frisches Gemüse & Kräuter, saures Gemüse, es war köstlich!

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 Großer Chorsu-Basar in Taschkent

 

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Gewürzabteilung

Was kaufe ich?

Echt schwer, bei dem großen Angebot.

 

 

 

 

 

 

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Taschkent

    IMG 3249klein  Die Hauptstadt Usbekistans, ist eine der alten Städte am Schnittpunkt der Alten Seidenstraßen zwischen China und Europa. Zum ersten Mal wurde Taschkent als Schosch, um 2.Jahrhundert v.Chr. genannt. Taschkent hatte viele Namen: Chach, Shash, Binkent, um nur einige zu nennen. Jeder dieser Namen ist Teil der Geschichte der Stadt. Taschkent war immer ein wichtiger internationaler Handelsstützpunkt. Unglücklicherweise ist nur ein kleiner Teil des architektonischen Erbes erhalten - eine Folge der Zerstörung vieler historischer und religiöser Bauwerke nach der Oktoberrevolution 1917 und einem verheerenden Erdbeben im Jahre 1966. Einige alte Gebäude liegen in der Altstadt westlich der Innenstadt. Hier bilden eine Vielzahl kleiner, verwinkelter Gassen einen starken Gegensatz zum modernen Taschkent.

 

Fernsehturm in Taschkent

   Der Taschkenter Fernsehturm ist das höchste Bauwerk in Zentralasien. Der Bau begann 1979 und dauerte zwei Jahre. Die Architekten waren U.L. Semashko und N.G. Terziev-Tzarukova, unter Mitwirkung der Ingenieure E.P. Morozova und M.D. Musheeva. Die erdbebensichere Konstruktion ist darauf ausgelegt, einem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richter Skala standzuhalten. Seine Hohe beträgt 375 Meter und seine drei Standbeine aus einer Stahlgerüstkonstruktion gewährleisten nicht nur einen sicheren Stand, sondern vermitteln darüber hinaus einen Eindruck von Leichtigkeit.

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 som

 

 

 

 

 

 

Bei lecker Bier & Abendbrot lassen wir den Tag in einem gemütlichen Straßenlokal ausklingen

Unser nächstes Reiseziel ist Samarkand, wir besorgen SOM, für 1 € erhält man (Stand 2014) ca. 2252 UZS, und sind plötzlich Som-Millionäre. Wir kaufen Zugfahrkarten (eine Prozedur die Stunden in Anspruch nimmt) und fahren mit dem schnellen, modernen

"Afrosiyob"

Zugtyp: schnell und komfortabel (Spanien) IMG 3265klein

Geschwindigkeit: bis zu 210 km / h.

Jahr: 2011

Reiseroute: Taschkent-Samarkand-Taschkent

Fahrzeit: 2 Stunden 8 Minuten

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Nach ca. 2 h angenehmer Zugfahrt sind wir in Samarkand angekommen

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 Samarkand - Die Hauptstadt von Tamerlan

Samarkand liegt im Tal des Flusses Zarafshan und ist die zweitgrößte Stadt Usbekistans. Die Stadt stammt aus der gleichen Zeit wie Babylon oder Rom und kann damit auf eine über 2.500 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Während dieser Zeit hat die Stadt viele Aufstände und Unterwerfungen erlebt, etwa unter Alexander dem Großen, die arabische Eroberung, die Eroberung durch Dschinghis-Khan und letztendlich natürlich die Einnahme durch Tamerlan. Doch ging mit diesen Eroberungen auch immer eine Entwicklung der Kultur einher, so etwa die Mischung mit der iranischen, indischen, mongolischen und ein wenig westlichen und östlichen Kultur. Die Stadt übte durch ihre Schönheit schon immer eine magische Anziehungskraft aus. Dichter und Historiker nannten sie „das Rom des Ostens, die Perle der östlichen islamischen Welt“…

Geschichte Samarkands - Es gibt Städte, in deren Geschichte sich die Historie nicht nur eines einzelnen Landes, sondern ganzer Nationen widerspiegelt. Eine solche Stadt ist Samarkand – eine der ältesten Städte der Welt. Wie andere Zentren früher Hochkulturen – Babylon, Athen, Rom, Alexandria oder Byzanz – so war auch Samarkand dazu bestimmt, durch einen nicht endenden Strom von historischen Ereignissen erschüttert zu werden. Die

 

Geschichte Samarkands reicht weit über tausend Jahre zurück.

Afrasiab –

Das ist der Name des mystischen Königs Turanafrasiobhuggl

und eine Hauptfigur in den Gedichten des

tadschikischen Poeten Firdousi Shahname.

an dem sich das antike Samarkand befand. 

Heutzutage ist Afrasiab eine Ansammlung von

leblosen Hügeln, die neben der Neustadt liegen.

Die Ausgrabungen wurden Ende des 19. Jahrhunderts

begonnen, als Zentralasien ins Russische Reich eingegliedert wurde.

Unsere Reiseliteratur buch   IMG 3279klein

ist der Ratgeber u. a. für die schöne Unterkunft „Antica B&B“IMG 3273kleinIMG 3281klein

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mit wunderschönem Innenhof, bestem Frühstück, einfache aber saubere Zimmer, zentral gelegen (dahinter gleich das GUR- EMIR Mausoleum),die Besitzerinnen zwei Schwestern, sprechen sehr gut deutsch & englisch, sie organisieren z. B. Ausflüge & traditionelle Abendessen usw.

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  Traditionelles Abendessen

  in einem restaurierten

  Kaufmannshaus

   registan

Heute erkunden wir Samarkand & Umgebung, die einzelnen Sehnswürdigkeiten liegen oft weit auseinander und wir sind den ganzen Tag unterwegs.

Der Registan,

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Seit Jahrhunderten war der Registan-Platz das Zentrum Samarkands. Das Wort „Registan“ bedeutet „Sandplatz“. In frühen Zeiten floss an dieser Stelle ein Fluss, bevor hier die erste Medrese gebaut wurde. Die Jahre vergingen, der Fluss trocknete aus und hinterließ eine Menge Sand. Als die erste Medrese im 15. Jahrhundert errichtet war, fanden auf diesem Platz alle Paraden, Festivals und Feiertage statt. Auch der Sonntagsbasar hatte hier seinen Platz. MedresenmosaikImpressionen

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Es muss ständig restauriert und   repariert werden.

   

 

 

 

 

Das Ensemble besteht aus drei Medresen: Ulugbek Medrese(15. Jahrhundert), Sherdor Medrese (17. Jahrhundert) und Tillakori Medrese (vergoldet, 17. Jahrhundert). Eine Medrese ist eine islamische Hochschule, auf der nur die Söhne reicher Familien studierten. Die Ausbildung dauerte 10, 12 oder 20 Jahre, je nachdem, wie es um die Disziplin des Studenten bestellt war. Das Hauptfach war natürlich die Koranlehre, die restlichen Fächer waren nicht obligatorisch und vom Studenten frei wählbar.

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Wir konnten uns nicht satt sehen an den wunderschönen Mosaiken und dem gewaltigen Bauwerk.

Gur-Emir MausoleumIMG 3282klein

Gur-Emir bedeutet „Grab des Gebieters“. Das Gur Emir-Mausoleum wurde im Jahre

1404 für Timurs Enkel Muhammed Sultan errichtet. Dieser hätte eigentlich der Thronfolger Timurs werden sollen, doch er starb 1404 und Timur befahl den Bau eines prächtigen Mausoleums für seinen geliebten Enkel.

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Ein Jahr darauf starb Timur in Otrar und seine Söhne beschlossen, ihn neben seinem Enkel zu bestatten. Seit dieser Zeit wird das Mausoleum auch „Grabstätte der Timuriden“ genannt. Auch zwei von Timurs Söhnen, Shahruh und Miranshah, wurden hier beigesetzt. Ach Ulugbek, der zweite Enkel von Timur, ruht hier.

 

 

 

Astronomische Wunder im mittelalterlichen Usbekistan

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Ulugbek Observatorium,

Zwischen den historischen Monumenten in Samarkand nimmt das Observatorium eine besondere Stellung ein. Es wurde von Ulugbek in den Jahren 1428-1429 auf einem der Hügel der Chupanat-Kette erbaut. Laut Baburs Beschreibung war es ein dreistöckiges Gebäude, verkleidet mit schönen lasierten Ziegeln, 46 Meter im Durchmesser und 30 Meter hoch.

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In der Haupthalle wurde das Instrument zur Beobachtung von Sonne, Mond und anderen Himmelskörpern installiert.

Zu seiner Zeit war dieses Observatorium eine einzigartige Konstruktion. Die Grundlage des Observatoriums bildete ein gigantisches Goniometer (vertikaler Kreis) mit einem Radius von 40,21 Metern. Dieses sextantenartige Instrument war mit erstaunlicher Präzision am Längenkreis in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Kontrollinstallationen moderner Astronomen belegen dies. Die Größe des Instruments, die glückliche Konstruktion und die wissenschaftliche Erfahrung Ulugbeks und seines Mitforschers resultierten in einer erstaunlich exakten astronomischen Beobachtung. Quelle:www.advantour.comFoto0284klein

 

Nekropole, Shah-i-Zinda

die zu Ehren des "Lebendigen König" benannt ist

Am Südost-Hügel des Afrosiab liegt die bemerkenswerte Nekropole Shah-i-Zinda. Sie besteht aus 11 Mausoleen, die in Etappen zwischen dem 14. bis 15. Jahrhundert erbaut wurden. Das Eingangsportal ist das jüngste Gebäude mit der Inschrift: „Dieses prachtvolle Gebäude wurde errichtet von Abdulazizkhan, Ulubek-Gurgans Sohn, Shahruhs Sohn, Amir Timur-Guragans Sohn im Jahre 883 (1434 n.Chr.)“

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Am folgenden Tag führt unser Ausflug über einen Gebirgspass des Alai-Gebirges in die Provinz Qashqadaryo. Wir möchten das Bergdorf Langar Ota und die Heimatstadt von Timur, Schachrisabz besuchen. Zusammen mit Prof. Haase (Fachgebiet Islamische Kunst), wir haben ihn über die Besitzerin unserer Pension kennengelernt, machen wir uns auf den Weg

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Auf dem Pass ist ein kleiner Basar, wir besorgen Wegzehrung getrocknete Aprikosen & kandierte Nüsse.

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Nach einer langen Autofahrt auf teilweise "huggeliger" Straße ist Langar Ota in Sicht.

Langarklein

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Heilige Stätte & Wallfahrtsort,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

das Mausoleum des Scheichs Mohammed Sadi Gründer des Sufi Ordens Ishkija

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 Gegenüber des Mausoleums im Dorf Langar ist die "Weiße Moschee" Oak Machit

 

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Moscheelangar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

über 500 Jahre alt

mit wunderschöner Deckenmalerei & Holzarbeiten

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Holzdecke

 Moscheebesuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wird es aber Zeit, wir wollen auch noch Schachrisabz auf dieser Tour besichtigen.

 

 

Schachrisabz Die Heimatstadt Tamerlans

Kleine Geschichts-Kunde zu AMIR-Timur

(da er immer noch sehr präsent ist, an allen Orten die wir besuchten, besonders durch Denkmäler,

historische Bauwerke und als Namensgeber für Plätze & Straßen)

Timurs Heimatstadt Schachrisabz ist eine kleine Stadt südlich von Samarkand. Zur Zeit von Timurs Geburt (9.4.1336) im Dorf Hoja Ilghar, 13 km südl. von Kesh (füherer Name von Schachrisabz), wurde Kesh vom Barlas Klan regiert. Tamerlan nutzte seine Abstammung vom Barlas Klan, um eine Gefolgschaft um sich zu sammeln, die ihm half, im Alter von 25 Jahren vom Schafhüter zum Anführer des Tals zu avancieren. Zehn Jahre später wurde er Anführer von ganz Transoxanien und machte Samarkand zur Hauptstadt seines Reiches. Als er an die Macht gelangte, hat er sehr viel Mühen darauf verwendet, Kesh zu einer starken und schönen Stadt zu machen. Er baute Ak Saray, den weißen Palast, umzog ihn mit hohen Mauern und einem tiefen Graben, der auf einer Zugbrücke überquert werden konnte. Auch legte er grüne Gärten an, die der Stadt den Namen Schachrisabz (Tadschikisch für grüne Stadt) einbrachten.

Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert fast vollständig vom Emir von Buchara, Abdullah Khan II., zerstört, als er nach dem Thron der Shaibaniden trachtete. Die Einheimischen erzählen sich, dass er sehr wütend wurde, als er sein liebstes Pferd beim Ritt gegen die Stadt vor Erschöpfung verlor, so dass er befahl, die Stadt zu zerstören.

 

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Die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt wurden von Timur gebaut, einschließlich einer Grabstatte für sich selbst oder seinen Enkel Ulugbek. Schachrisabz hat viele historische Stätten zu bieten, die auf die Wurzeln des großen Timurs verweisen.Die Überreste des Königspalastes Oq Saray und alte Stadtmauern können nördlich des Stadtzentrums gefunden werden. Nach der Unabhängigkeit Usbekistans wurde eine Statue von Amir Timur vor den Palastruinen errichtet. Südlich dieses Standbildes, auf der anderen Straßenseite, befindet sich das Amir Timur Museum innerhalb der Chubin Medrese.

Hinter dem Mausoleum Dorus Siadat liegt die Gruft von Amir Timur, die jedoch nie als Grabstätte diente. Die Gruft wurde 1943 entdeckt, als ein Fußball spielendes Kind durch den Boden in die Gruft einbrach. Der Raum ist fast vollständig von einem einzigen Steinsarg erfüllt. Auf diesem wurden Schriftzeichen über das Leben Amir Timurs gefunden, weshalb man glaubt, dass die Gruft für ihn bestimmt war.

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Die Legende von Tamerlans Ausgrabung

 Sein Körper wurde 1941 von den Sowjets exhumiert. An seinen Knochen war zu erkennen, dass er ein breiter und breitbrüstiger Mann mit starken Wangenknochen war. Timur war mit 1.73 sehr groß für seine Ära.In seinem Grab fand man einen Brief mit der Aufschrift "Wer mein Grab öffnet, möge einen noch schlimmeren Feind als mich haben". 2 Tage später begann der deutsche Angriff "Operation Barbarossa". Nachdem Timur mit islamischem Brauch November 1942 begraben wurde, siegten die Russen in Stalingrad.

Wieder auf Achse.....

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Taxi in das 370 km entfernte Buchara.Unterwegs machen wir Rast in einer Tschaichona (Teestube),

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da gibt es nicht nur Tee, u. a. auch Pilaw (= usbekisch Plow) die Hauptspezialität der usbekischen Küche. Seine wichtigsten Zutaten sind Fleisch, Zwiebeln, Karotten und Reis, abgeschmeckt mit Rosinen, Berberitzen, Erbsen (Nochat)und einigen Früchten.

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    Gut gestärkt fahren wir weiter

 

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Noch ein kurzer Stopp, am Weg befindet sich das Portal der alten Karawanserei Raboti Malik,ihre Ruinen markieren heute die alten Karawanenwege der Seidenstraße.tor

Buchara, die Heilige Stadt

 

Buchara ist eine der ältesten Städte Usbekistans. Sie liegt auf einem heiligen Hügel, wo im Frühling von den Feueranbetern Opfer dargebracht wurden. Diese Stadt wurde in einem heiligen Buch auch „Avesto“ genannt.Die älteste gefundene Töpferei im Stadtgebiet stammt aus griechisch-baktrischer Zeit, die den Feldzügen Alexanders des Großen folgte. Der Name „Buchara“ leitet sich von „vihara“ ab, was in Sanskrit „Kloster“ bedeutet. Neben anderen Städten der Alten Seidenstraße war auch Buchara ein großes Handelszentrum in der Region.

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Wahrzeichen von Buchara das Kaljan - Minarett

Auf Empfehlung unserer Reiseliteratur lassen wir uns (Nähe Altstadt) am Hotel „Komil“ absetzen. Wir sind begeistert alles bestens, Frühstück, Zimmer, Preise, Gastgeber, wunderschöne restaurierte Räume, besonders im Speisesaal fühlt man sich ein paar hundert Jahre zurückversetzt.

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Der Labi-Hauz Komplex, wurde zu unserem Lieblingsplatz, hier trifft sich abends Jung & Alt von Buchara.

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Das architektonische Ensemble des Labi-Hauz besteht aus drei großen Monumentalbauten: Der Kukeldash Medrese im Norden, der Medrese Nadir Devon Begi im Westen und der Chanaka Devon Begi im Osten. Im Süden war der Platz von einer Handelsstraße begrenzt. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Wasserreservoir. So bedeutet der Name „Labi-Hauz“ „beim Reservoir“. Der Legende zufolge konnte der Baumeister Nodir Divan-begi das Grundstück für die dort geplanten Gebäude nicht kaufen, weil eine alleinstehende Frau ihr Haus dort hatte. Darum befahl der allmächtige Wesir, unter dem Haus der Frau einen Kanal anzulegen, der die Grundmauern dieses Hauses unterspülte und die arme Frau ihr Grundstück schließlich verkaufen musste. Das Wasserbecken selber misst 36 x 46 Meter und liegt im Schatten von teilweise sehr alten Maulbeerbäumen. Der Rand ist mit massiven Sandsteinblöcken ausgekleidet, die stufenartig zum Wasser hinunterreichen.

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Abschied von unserem Prof. Haase.

Basar

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Wir tauchen ein in die überdachten Basarstraßen gleich um die Ecke vom Labi Hauz. Zu den Waren zählen u.a. Schmuck, Teppiche, Gewürze , Keramik, Souvenirs aller Art, Antiquare ….. Dieser Basar hat eine besondere bauliche Eigenart. Über wichtigen Straßenkreuzungen wurden Kuppelgebäude, sogenannte Toki, errichtet. Drei dieser Handelsgewölbe sind noch erhalten: Toki Zargaron - das Gewölbe der Juweliere (1569/70), Toki Furushon - das Gewölbe der Hut- und Mützenmacher und Toki Sarafon - das Gewölbe der Geldwechsler. Diese einstigen Zuordnungen haben jedoch heute keine Gültigkeit mehr.

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Ist das nicht süß?    

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 So ein Basar Besuch macht Appetit :-)

 

 

 

 

 

 

Die Chor Minor Moschee. IMG 3869klein

 

 

Chor Minor bedeutet vier Minarette. Inmitten eines traditionellen Wohngebietes ragen die vier himmelblauen Minarette empor und vermitteln eher den Eindruck des indischen Taj Mahals als den einer Moschee. Ursprünglich als Teil einer ganzen Medresen-Anlage gebaut, ist heute lediglich dieses Herzstück erhalten. Die Moschee wurde im Jahre 1807 von dem reichen Turkmenen Kalif Nijazkul erbaut und ist durch seinen ungewöhnlichen Stil zu einem Wahrzeichen Bucharas geworden.

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Wir möchten den Sitorai Mohi Xosa-Palast besichtigen, freundlicherweise stellte sich der Papa unseres Gastgebers, Herr Komil Senior, als Taxifahrer zur Verfügung,(nach der Fahrt dachten wir, er ist mit  " Schumacher “ verwandt…).

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Der Sommerpalast der letzten Emire von Buchara befindet sich vier Kilometer nördlich von Buchara. Der Palast teilt sich in zwei Bereiche: Der alte Palast von Abdul-Akhad-Khan (1892) ist traditionell dreigeteilt mit ein- und zweigeschossigen Gebäuden im Stil von Bucharaer Wohnhäusern. Der neue Sayid-Alim-Khan Palast aus dem Jahre 1917 verfügt über einen Pavillion, einige verschwiegene Innenhöfe im weitläufigen Park, einen Empfangsraum, einen Wohntrakt, Lagerhaus und weitere kleine Häuschen. Im „Weißen Saal“ sind die Wände mit Spiegeln ausgekleidet, die traditionelle Gittermuster tragen und vom berühmten Künstler Shirin Muradov aus Buchara gefertigt wurden. Bei den Arbeiten an einem der Paläste wurden seine Hände durch Erfrierungen für immer verstümmelt.

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Die Palastvillen und Lauben im Palastgarten wurden in den Jahren 1917-1918 erbaut und sind eine Mischung aus europäischem und östlichem Stil. In gleicher Weise wurde auch der erste Palast erbaut. In der Halle befindet sich eine Ausstellung von Dingen, die den Khanen von Buchara von verschiedenen Botschaftern als Geschenke überreicht wurden. Im anderen Palast sind goldbestickte Chapans der Emire zu bewundern, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Männern hergestellt wurden. Zu dieser Zeit hatten nur Männer das Recht, Kleider mit Gold zu besticken. Neben den Kleidern der Emire sind auch jene zu sehen, die dem Emir geschenkt wurden. An der Menge der Kleider war demnach der Status der Person zu erkennen. Schreitet man weiter auf den Gartenpfaden, so gelangt man zu einem kleinen Teich mit Pavillion, wo die Konkubinen des Khans lebten. Direkt vor dem Teich ist die Laube des Khans zu sehen, in der er seine Freizeit verbrachte.

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 Nach einem anstrengenden Tag ist es mal wieder Zeit für ein schööönes Bier!

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An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Freund Timur bedanken, der nette Herr betreibt einen „Tante Emma Laden“ ca. 200m von unserem Hotel entfernt, bei ihm haben wir schöne Stunden verbracht, und nach manchen Wodka fielen uns viele russische Vokabeln wieder ein….

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Es ist wieder Zeit, die Reisetasche zu packen, das letzte Ziel der Reise, die Oase Chiwa, muss noch besichtigt werden. Eine ziemlich anstrengenden Tagesfahrt (ca. 490 km teilweise sehr schlechte Straße) erwartet uns.

Ca. 100 km vor Chiwa befindet sich Ayaz Kale, wir legen hier eine Pause ein.

Ayaz Kale (auch Ayaz-Kala oder Ayaz-Qala) in Usbekistan, ist eine Gruppe von Lehmfestungen in Choresm.

Sie datieren in die Jahrhunderte kurz nach Christi Geburt. Die Anlage befindet sich am Rande der Wüste Kysylkum etwa 70 km von Urgench entfernt und besteht aus drei Festungen; eine untere, mittlere und obere Festung. Die mittlere und obere Festungen befinden sich auf natürlichen Anhebungen. Erbaut wurden sie zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 7. Jahrhundert n. Chr., wobei die obere Festung die älteste ist. Sie dienten dem Schutz der lokalen Bevölkerung vor Überfällen von Nomaden. Damals befand sich eine Oase in ihrer unmittelbaren Nähe. Seit etwa 1300 Jahren sind die Festungen unbewohnt. In den 1940er Jahren wurden sie vom Archäologen Sergei Pawlowitsch Tolstow wiederentdeckt und freigelegt.

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Lehmfestung

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Hier besteht die Möglichkeit in einer Jurte die Nacht in der Wüste Kysylkum zu verbringen.

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 .... aber wir fahren weiter zu unserem Ziel Chiwa.

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Chiwa – Die Museumsstadt

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Choresmien kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und nur wenige Kulturen können damit verglichen werden. Bereits hundert Jahre, bevor der Handel auf der Seidenstraße begann, hatte Choresmien Verbindungen zu Europa und dem fernen Osten, mit Sibirien und südlichen Zivilisationen. Es ist die Wiege dreier Kulturen, die in Usbekistan entstanden.Das Chanat Choresmien war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. sehr bekannt, da es ein mächtiger Staat war.

Die Märchenstadt Chiwa hat es geschafft, sich ihren exotischen, orientalischen Charme innerhalb der Stadtfestung Ichan Kala zu bewahren. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich alle architektonischen Monumente der Stadt, darunter die Ko´xna Ark-Zitadelle und der Toshxauli Palast, die ehemalige Residenz des Khans, die mit ihren kunstvollen Toren immer noch erhalten ist. Daneben bietet Ichan Kala die Einfachheit und Monumentalität mittelalterlicher Formen, kunstvolle Holzschnitzereien und raffiniert miteinander verwobene Ornamente. Die Silhouetten der beiden herausragenden Minarette, eingeschlossen von Flachdach-Lehmhäusern und mächtigen Stadtmauern, geben eine klare Vorstellung davon, wie eine typische zentralasiatische Feudalstadt aussah.

Chiwa mit seinen ca. 40.000 Einwohnern ist über 2.500 Jahre alt und liegt in der Kyzylkum Wüste, 450 Kilometer von Buchara entfernt. Die Stadt besteht aus Medresen, Moscheen und Minarette.

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 Kalta Minor,

Vor der Fassade der Amin Chan Medrese befindet sich das unvollendete Minarett Kalta Minor (=kurzes Minarett). Es sollte mal das höchste Minarett des muslimischen Ostens werden, konnte aber aufgrund statischer Probleme nicht weitergebaut werden. Der Legende nach soll der Baumeister dem Emir von Buchara ein höheres Minarett versprochen haben und wollte das in Chiwa darum nicht vollenden.

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Das Fundament von Kalta Minor misst 14 Meter im Durchmesser und die Höhe des Turmstumpfes beträgt 26 Meter.

Die ganze Innere Altstadt ist ein Museum. Das kostet natürlich Eintritt, beim Kauf der Eintrittskarte gibt man an, ob ein oder zwei Tage für die Besichtigung benötigt werden.

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Im Musik-Museum ......  Ein Täschen Tee kann nie schaden ;-)

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 Dieses Museum zeigt alles rund um die Teppichherstellung.

Obwohl die Stadt schon ungefähr 900 Jahre existierte, so erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild erst im 19. Jahrhundert, als sie die letzte Oase auf der nördlichen russischen Sklavenhandelsroute war.Wichtige religiöse und kulturelle Werte wurden in den großen wissenschaftlichen Zentren der Astronomie, Mathematik und der Medizin geprägt, die diese Gegend vor Jahrhunderten beherbergte. Man kann durch die schmalen Gassen von Chiwa wandeln, Blicke durch die kunstvoll geschnitzten Holztüren werfen, und das Leben in diesen Gärten zeigt, dass diese Stadt nicht nur ein Museum ist, sondern eine lebendige Stadt.

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Islom-Xo´ja-Minarett

Das Minarett von Islom Xo´ja, das sich neben der gleichnamigen Medrese befindet, ist das höchste Bauwerk Chiwas und wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Das Minarett ist 44 Meter hoch, das Fundament misst etwa 10 Meter im Durchmesser. Der Umfang vermindert sich mit zunehmender Höhe und vermittelt dadurch einen recht ungewöhnlichen Eindruck. Schmuckgürtel aus blauer und weißer Keramik wechseln sich mit ockerfarbenem Backstein ab und obenauf befindet sich eine Rotunde mit Bogenfenstern und eine goldene Spitze. Nach einem mühsamen Aufstieg über die dunkle Wendeltreppe wird der Besucher mit einer kolossalen Aussicht belohnt: Hunderte von Kuppeln, Gewölbebauten und Moscheen aus der Vogelperspektive hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

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 Echt anstrengend, dieses Minarett (ich hatte wirklich 3 Tage Muskelkater)

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Einblicke in den Toshxauli Palast

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In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Toshxauli Palast im östlichen Teil der Ichan Kala Altstadt erbaut. Dieser Komplex besitzt drei Innenhöfe und einen rechteckigen Grundriss. Im südlichen Teil befindet sich der Empfangshof, Arz-Khovli, und ein Hof für vergnügliche Unterhaltung, der Ishrat-Khovli. Im nördlichen Teil befindet sich der Harem. Ein Labyrinth von Gängen und Korridoren verbindet die Höfe und Gebäude.

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 Ein Abendspaziergang auf der alten Stadtmauer von Chiwa.

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Unser Hotel "Old Khiva" unmittelbar vor der Stadtmauer.

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 Am letzen Tag in Chiwa bummeln wir über den Basar.

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Brot wird im Tandur gebacken,

das ist eine moderene Version auf Rädern. Hmm...

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Eine Doppel-Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg zur Grabstätte des Volksheiligen Pahlawan Mahmud.                                                                                                                                                                                          

Pahlawan Mahmud (1247 – 1325) war u.a. ein Ringer, Dichter und Heiler. Er war im Volk beliebt, da er sich auch für die armen Leute einsetzte. Er gilt als geistiger Führer und Stadtheiliger von Chiwa. Irgendwann muss der Brauch aufgekommen sein, dass Brautpaare diesen heiligen Ort aufsuchen, um von einem Iman gesegnet zu werden. Der Brunnen im Innenhof ist bei Hochzeitpaaren sehr beliebt: Das Hochzeitspaar schöpft mit einem Eimer Wasser; ist er halb voll, wird es ein Mädchen; ist er voll wir es ein Junge!

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Eine wundervolle Reise ist zu Ende,

wir fliegen von Urgench zurück nach Taschkent.

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+++++ Taschkent nach Prag+++++

 

Es ist alles super gelaufen, viele schöne Bilder im Kopf (und in der Kamera ;-).

Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit und wir hatten keine Probleme, uns als "wilde Touristen" zurechtzufinden.

Ich kann nur empfehlen, 1000 und 1 Nacht (Reise) Träume wahr werden zu lassen.

 

 

 

Quellen für Geschichte, Architektur www.advantour.com